Sonntag, 22. Februar 2009

Mein Thema
Ich bin patriotischer, deutschstämmiger Europäer und werde solange konsumkritisch bleiben wie die Erzeugung und Bereitstellung von Gütern und Leistungen auf der Verbrennung von fossilen Brennstoffen beruht.

Systemkritisch
Ich denke wir brauchen neue Werte und (wahrscheinlich) ein ganz neues Wirtschaftssystem. Der weit verbreitete, frohe Glaube und Wunsch die Umwelt schützen zu wollen, scheint mir solange nicht wirklich umsetzbar, solange wie wir in einem Wirtschaftssystem operieren das auf Wachstum basiert.

Warum sich der Umweltschutz nicht durchsetzen kann:
Dabei zeigt schon unsere Wortwahl: „Umweltschutz“, in welcher Hybris wir leben. Weil tatsächlich ist es wohl eher so dass nicht wir die Umwelt schützen müssen, sondern uns, und somit unsere Wissensgesellschaft, vor der Umwelt bzw. den Folgen des (möglicherweise) verpassten „Umweltschutzes“.
Stellt euch mal vor Bush hätte dass kapiert und 400 bis 600 Milliarden Dollar, pro Jahr, in den Kriege gegen die Folgen unseres Umgang mit der Umwelt statt in den Krieg gegen den Terror investiert. Die USA würden heute zu 40% bis 50% auf erneuerbaren Energien funktionieren.

Die Folgen
Dabei hätte Bush, wie jeder andere Politiker auch, sich nur einmal vor Augen halten müssen was wir alles verlieren können. Unser Wissen über Technik, Physik, Mathematik und vieles mehr hat ein einmalig hohes Niveau erreicht. Zwei Dinge sollten wir aber im Auge behalten. Erstens, es ist immer wieder in der Menschheitsgeschichte vorgekommen dass Wissen auch verloren geht. Zweitens die Datenträger auf denen wir unser Wissen gespeichert haben, sowie die Bildungswesen um unser Wissen weiterreichen sind fragil und bedürfen eines erheblichen Aufwandes um in standgehalten zu werden.
Funktionierende Gesellschaften können solche Aufgaben leisten, Gesellschaftssysteme die am Abgrund stehen oder zusammenbrechen, z.B. als Folge Umweltbedingter Verknappungen der Ressourcen Energie, Nahrung Wasser werden dieses Wissen weder speichern, abgerufen noch weitergeben können.

Die Hoffnung
Geht es dem Menschen gut baut er sich ein Denkmal, geht es ihm schlecht fängt er mit dem denken an. In diesem kann die Finanzkrise ein wichtiger Wendepunkt werden um neuen Ideen und Gedanken Raum zu verschaffen mit denen wir der wohl größten Herausforderung, dem erhalt unserer Wissensgesellschaft, konstruktiv begegnen können.

Mehr zu diesem Thema in meinen nächsten Beiträgen, mal sehen, vielleicht schreibe ich ja noch mehr hier.

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